Die PISA-Debatte hat Defizite in der Erfassung der "ganzen" Schulbildungswirklichkeit deutlich gemacht - sowohl aus der Perspektive der Datenerhebung wie auch im Focus der Folgerungen:
- kreative Neugier für lebenspraktische Probleme
- Bildkompetenzen in unserem visuellen Zeitalter
- sinnlich-ästhetische Lernqualitäten
- Lernerfahrungen zwischen Sinn und Sinnlichkeit
- individuelle Fähigkeiten zum Problemlösen
Schulbildung hat nicht nur einen "vorbereitenden" Effekt für den beruflichen "Kompetenzerwerb" - Schulbildung erarbeitet in spezifischer Weise wichtige anthropo-soziale "Schlüssel"kompetenzen für die individuelle wie auch gesellschaftliche
Lebensgestaltung.
Schulbildung
und gesellschaftlich-kulturelle Bildung haben eine gemeinsame "Bringschuld"
für Bildung - das erfordert eine Sinn-Verknüpfung der Schulbildung
mit der Wirtschafts- und Sozialwelt durch spezifische bildungskonzeptionelle
Strategien wie
Die PISA-Debatte avisiert eine zeitgerechte Verbesserung der Lehrer(aus)bildung und eine adäquate Optimierung der pädagogisch-didaktischen Forschung:
"Mehr Praxisbezug" ohne theoretischen Begründungskontext vermitteln zu wollen ist ein Trugschluß - aber eine konsequente Theorie-Praxis-Verknüpfung ist geboten, d. h.
Die berufsbegleitende WEITERBILDUNG der LehrerInnen und Lehrer ist auch durch ein verstärktes Engagement und Verantwortlichkeit der Universitäten für die II. und III. Phase der Lehrerbildung fortzuentwickeln. Ziel ist dabei stets die Befähigung
Die
Pisa-Debatte intendiert eine entscheidende GESELLSCHAFTLICHE WERTSCHÄTZUNG
VON "BILDUNG" ALS ANTHROPOLOGISCHES EXISTENTIAL FÜR EINE SINNVOLLE
LEBENSGESTALTUNG:
Der Mensch ist ein entwicklungsbedürftiges Wesen, das nur über Lernprozesse seine Möglichkeiten individuell entfalten kann!
Eine
zeitgerechte Erfassung menschen-möglicher Lerninteressen und Lernweisen
ist notwendig, um die Heranwachsenden lebensfähig zu machen. Dazu
ist auf neue Weise ein Bildungsverständnis für eine ganzheitliche
Lernkultur wissenschaftlich zu erarbeiten und gesellschaftlich bewusst
machen. Denn Bildungsprozesse vollziehen sich stets im gemeinsamen
Netzwerk von Familien-Lernkultur, Alltagskultur (Freizeit , Medien) und
Schulkultur.
BR-alpha
Forum-extra
17. April 2002
Fernsehdiskussion mit:
Staatasministerin
Monika Hohlmeier
Prof. Dr. Maria-Anna
Bäuml-Roßnagl
Prof. Dr. Ernst
Peter Fischer
Prof. Dr. Franz
Mayinger
nachzulesen
unter: www.br-online.de/alpha/forum
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17.4.2002
oder Rubrik: alpha-forum-extra