Prof. Dr. Maria-Anna Bäuml-Roßnagl
Kontext Wissenschaft und Spiritualität bzw. Ethik/Ästhetik in Bildungsprozessen

"Gott schuf die Welt - und stellte sie zur Diskussion. Auch die Wissenschaft ist nicht ein Ziel, sondern eine Art unseres Geistes" (Franz Marc)
"Künstlerisches Gestalten und spirituelle Weltdeutung sind anthropologisch bedeutsame Weisen der Weltinterpretation - nichtscientifisch - jedoch nicht weniger gültige Erfahrungsmodi der menschlichen Welterkenntnis und Weltgestaltung, also als gleichberechtigte wissenschaftsdienliche Erkenntnisstrategien zu werten. Die postmoderne Epistemologie betont, dass auch das wissenschaftliche Weltbild ein vielschichtiges Konstrukt ist...
Bäuml-Roßnagl, M-A. in: Bildungsethik als Bildungskunst S. 142

"Das Schönste und Tiefste, was ein Mensch erleben kann, ist das Gefühl des Geheimnisvollen. Es liegt der Religion sowie allem tieferen Streben in Kunst und Wissenschafts zugrunde. Wer die nicht erlebt hat, erscheint mir - wenn nicht wie ein Toter, so doch wie ein Blinder. Zu empfinden, daß hinter dem Erlebbaren ein für unseren Geist Unerreichbares verborgen liegt, dessen Schönheit und Erhabenheit uns nur mittelbar und in Schwachem Widerschein erreicht, das ist Religiosität:" A.Einstein
zitiertet nach Bäuml-Roßnagl, M.-A. 1990 f S. 53
Bilder schaffen Gedanken - Gedanken schaffen Bilder

Die gedankengenerierende Impulsivität von Bildern und die Imaginationskraft unserer Gedanken sind ein komplementäres menschliches Handeln.. Gedanken schaffen Bilder - und das gestaltete bild wird zum Gesprächsanlass: denn Bilder schaffen Gedanken.
Stand 22.02.2016